Europacup Celje / SLO

2 Sportler, eine Gewichtsklasse,

9 gewonnene Kämpfe, davon 8 mit Ippon

Platz 5 für Hannes Wartbichler, Platz 7 für Felix Schirnhofer

24.06.2010

Hieß es bis vor wenigen Monaten noch EJU B Turnier oder B-Weltcup, hat die EJU nun in Anlehnung an andere Sportarten den Europacup eingeführt. Mit rund 400 Sportlern aus 26 Nationen ausgesprochen stark präsentierte sich der Europacup Bewerb im slowenischen Celje.

Dort wo Fabjan Marjan eine absolute Leistungshochburg des slowenischen und internationalen Judo aufgebaut hat, unterschiedn sich viele Gewichtsklassen in ihrer Besetzung kaum von der Weltcupserie.
Dafür sorgten vor allem Sportler wie Weltmeister Georgii Zantaraia (UKR), Hedvig Karakas (HUN), Urska Zolnir (SLO), Rok Draksic (SLO) oder Laszlo Burjan (HUN).

 

Vor allem in der Gewichtsklasse -81kg mischte Salzburg unter 52 Teilnehmern kräftig mit.

Hannes Wartbichler (Judo Union Flachgau) startete mit einem Ipponsieg gegen den Ukrainer Yurii Pyrog in das Turnier und siegte auch gegen Stefan Oldenburg (GER) vor der Zeit. Auch in der dritten Runde war er nicht aufzuhalten. Mit Yuko und Ippon setzte sich Wartbichler gegen den Belgier Jean Docquier durch.
Im Viertelfinale traf der Henndorfer auf Adam Bick (GBR). In einem sehr ausgeglichenen Kampf ging Wartbichler mit Yuko in Führung, das der Brite allerdings ausgleichen konnte. Rund 40 Sekunden vor Kampfende erwischte Bick Wartbichler im wahrsten Sinne des Wortes am falschen Fuß und warf ihn mit einer Abtauchtechnik Ippon.


Foto: Fidler (Archiv)

Nach einem Ippon Sieg gegen Matija Tomic (SLO) traf Wartbichler im Kampf um das kleine Finale auf Vereins- und Trainingskollegen Felix Schirnhofer.

 

Felix Schirnhofer (Judo Union Flachgau) startete mit einer Bilderbuch-Fegetechnik und einem Blitzsieg gegen Benjamin Munnich (GER) in das Turnier und setzte sich auch in den folgenden Runden gegen Mario Rudl (SLO) und Lex Niekoop klar mit Ippon durch.
Im Viertelfinale unterlag der Mondseer dem Niederländer Benji Nortan und musste wie auch Wartbichler an dieser Stelle in die Hoffnungsrunde wechseln.

Nach nur 17 Sekunden und neuerlich mit einer wuchtigen Beintechnik setzte sich Schirnhofer gegen den Schweizer Jonathan Jaquet durch, ehe er auf Hannes Wartbichler traf.

 

Ich möchte dass ihr den Kampf ernst nehmt, es ist ein Qualifikationsturnier

"Ich möchte, dass ihr beide diesen Kampf ernst nehmt, es handelt sich um ein Qualifikationsturnier", mit diesen Worten stimmte Nationaltrainer Bela Riesz die beiden Vereinskollegen auf das Duell ein.
Spannend und international hochstehend gestaltete sich dann auch der Kampf, den Hannes Wartbichler für sich entschied.

Im Kampf um Bronze traf Hannes Wartbichler auf den Briten Tom Davis.
Wartbichler gestaltete den Medaillenkampf offen und zwang dem Briten eine bestrafung auf, ehe dieser aber gleich zwei Mal mit einem Sode tsuri koi goshi durchkam und sich die Medaille sicherte.

Mit 5 gewonnenen Kämpfen, 4 Ipponsiegen und Platz 5 in diesem starken Teilnehmerfeld meldete sich Hannes Wartbichler nach einer von Verletzungen geprägten Zeit eindrucksvoll auf der internationalen Matte zurück. Mit ihm beeindruckte auch Felix Schirnhofer, der 4 Kämpfe gewann, davon alle mit Ippon vor der Zeit entschied und sich mit Platz 7 im Endklassement eintrug.

 

3 Mal Platz 9

Platz 9 mit Siegen gegen Luke Taylor (GBR) und Mirza Hasanbegoxic (BIH) erkämpfte Stefan Kronberger (Judo Union Flachgau) in der Klasse -90kg.

Ebenfalls Platz 9 erkämpften Hedwig Lechenauer (ASV ÖGJ / HLSZ) in der Klasse -70kg und Christoph Mayer (Judo Union Pinzgau) -100kg.

Mit starken Kampfleistungen und jeweils einem gewonnen Kampf schieden Andrea Kufner, Bernhard Pohn und Florian Strasser (alle Judo Union Flachgau) ebenso vorzeitig aus dem Bewerb aus wie Christoph Kronberger, Kevin Spitzer, Josef Binder (alle Judo Union Flachgau), Max Wimberger, Hermann Höllwart und Andreas Sommerer-Hinterbichler (alle Judo Union Pinzgau), die sich trotz guter Kampfleistung in dem starken Teilnehmerfeld noch nicht behaupten konnten.

Besonderes Pech hatten Christian Haas und Sven Helbing (beide ASV ÖGJ), für die der Wettkampf bereits vor dem Start zu Ende war.
Während Christian Haas verletzungsbedingt nach dem Aufwärmen seinen Start zurückziehen musste, hate Sven Helbing seinen eigenen kleinen Grenzkonflikt auszufechten. Vom Salzburger Team genannt durfte er anfangs mit dem deutschen Reisepass nicht auf die Waage. Mit Zustimmung der deutschen Delegation und in Abstimmung mit den EJU Verantwortlichen wechselte er kurzerhand in das deutsche Team, wurde dann letztendlich doch von der EJU aus dem Bewerb genommen.

 

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